Teilen macht Sinn

Wir alle kennen das doch: Man steht kurz vor dem nächsten kleinen eigenen Heimwerkerprojekt und weiß genau, dass man für die zehn Löcher in der Stahlbetonwand eigentlich einen Schlagbohrer bräuchte. Aber extra dafür einen Schlagbohrer kaufen? Nee, oder? Wie faktisch, dass es Nachbarn und Freunde gibt, die man ansprechen, anrufen kann oder denen man eine SMS senden kann.

Meine Erfahrung zeigt, dass man jedoch viel zu viele Haushaltsgeräte etc. im eigenen Haushalt hat, die man eigentlich nur ein zweimal im Jahr benötigt. Das Waffeleisen oder der Rührstab sind nur einige der Dinge, die zwar fast jeder in der eigenen Küche hat, die jedoch maximal einmal pro Halbjahr aus dem Schrank geholt werden.

Shareconomy – mehr als ein Trend

Im Internet zeichnet sich genau aus diesem Grund ein Trend ab: Shareconomy. Das organisierte Teilen von bestimmten Ressourcen in einer Gemeinschaft. Selbst große Autohersteller machen es vor: Das eigene Auto ist unwirtschaftlich, wenn man es nicht häufig nutzt. Caresharing ist ein zunehmender Trend und im Zuge der Urbanisierung ein logischer Schritt. Parkplätze sind knapp, die verstauten Straßen in der Innenstadt ein Elend.

Aber auch kleine Dinge, wie z.B. Mixer, Schlagbohrer, den Gameboy und sogar den Rasenmäher kann man inzwischen über Online-Plattformen wunderbar miteinander teilen. Auf http://www.allenachbarn.de oder http://www.fairleihen.de wird das Teilen via Online-Community leicht gemacht.

Pumpipumpe – Sharing offline

Zum Teilen geeignet

Das Schweizer Designkollektiv „Meteor Collectif“ überführt den Community-Gedanken mit einem ebenso einfachen wie genialen Werkzeug in das Offline-Leben:

Aufkleber auf dem großen Gemeinschaftsbriefkatsen zeigen den Nachbarn an, welche Dinge man im Haushalt zu verleihen hat. Nachbar Schmitz hat eine Stichsäge und bekommt im Gegenzug von Nachbar Jansen einen Schlitten, wenn es das nächste Mal schneit. Und die Verständigung läuft über den Sticker am Briefkasten.

Eine geniale Idee…

http://www.pumpipumpe.ch

Thorsten Bastian

Geboren 1979 in Karlsruhe. Aufgewachsen in Belgien und der Eifel. Seit 2000 durchgängig online und als Berater für Marken- und Unternehmenskommunikation im Internet tätig. Mit basta!media gründete er seine eigene Onlinekommunikationsagentur.